Angebote für
Diplom- und Masterarbeiten
in der AG Meeresphysik

Uni Oldenburg
Institut für Physik

Optischer Nachweis der Aushärtung von Harzen

Messung von Sauerstoff im Meer

    Die DFG-Forschergruppe BioGeoChemie des Watts untersucht den Einfluss der Nordsee und des Festlandes auf das ostfrische Wattenmeer. Anhand physikalischer und geochemischer Methoden soll der Austausch gelöster und partikulärer Komponenten bilanziert werden.

    Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die im Jahr 2002 errichtete autonome Meßstation im Rückseitenwatt der Insel Spiekeroog. Hier werden meteorologische, chemische und hydrographische Parameter gemessen und in Echtzeit übertragen. Von besonderer Bedeutung für die Untersuchungen der gelösten und partikulären Komponenten ist die kontinuierliche Messung des im Meerwasser gelösten Sauerstoffs. Zur Sicherung der Datenqualität werden Vergleichsmessungen im Labor und im Freiland mit verschiedenen Methoden durchgeführt.

    Ziel der Arbeit ist die Bestimmung von Sauerstoff auf der Meßstation bei Spiekeroog, wobei insbesondere auch die Qualität der Daten gesichert werden soll. Diese Sauerstoffdaten sollen im Zusammenhang mit weiteren Ergebnissen des Projekts interpretiert werden. Darüber hinaus sollen neue optische Sensoren zur Sauerstoffmessung eingesetzt und eine eigene Entwicklung solcher Sensoren vorangetrieben werden.

    Voraussetzungen:

    • Interesse an angewandter Messtechnik
    • Bereitschaft zur Teilnahme an seegehenden Forschungsreisen
    • Kenntnisse in Matlab wären von Vorteil
    • Interesse an interdisziplinärer Arbeit

    Die Diplomarbeit eignet sich für Studierende der Physik und Marinen Umweltwissenschaften. Eine stud. Hilfskraftstelle steht für die Auswertung von Zeitserienmessungen zur Verfügung.

    Möglicher Beginn: April 2004.

    Kontakt: Dr. Rainer Reuter, Dr. Thomas Badewien.

Fernerkundung der Meeresfarbe im Küstenbereich

    Ziel der Arbeit, die im Rahmen der DFG-Forschergruppe BioGeoChemie des Watts stattfindet, ist die Bestimmung von Stoffkonzentrationen optisch nachweisbarer Substanzen in der Wassersäule des niedersächsischen Wattenmeers aus Daten des seit Juni 2003 nutzbaren MERIS-Radiometers auf dem neuen Satellit ENVISAT der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. MERIS ist ein optisches Radiometer für die Messung des vom Ozean und vom Festland rückgestreuten Tageslichts. Aus diesen Bildern, die bei mehreren Wellenlängen im sichtbaren und nahen infraroten Spektralbereich gewonnen werden, lässt sich die Konzentration von Schwebstoff, Plankton und Huminstoffen in der oberen Wassersäule ermitteln. Dies geschieht mit Auswerteverfahren, die auf Neuronalen Netzen beruhen. Eine Prüfung der Genauigkeit dieser Auswerteverfahren kann mit Daten geschehen, die von uns im Watt von Schiffen aus bzw. auf der Zeitserienstation Wattenmeer bei Spiekeroog ermittelt werden.

    Möglicher Beginn: sofort.

    Eine stud. Hilfskraftstelle steht ergänzend zur Diplomarbeit für die Auswertung von Messreihen der Zeitserienstation Wattenmeer, welche der Validation der Satellitendaten dienen, zur Verfügung.

    Kontakt: Dr. Rainer Reuter.

Kopplung von Messdaten und Modellen des Wattenmeers

    Im Herbst diesen Jahres wurde in der Fahrwasserrinne vor Spiekeroog eine autonom laufende Messstation installiert. Auf ihr werden fortlaufend die Wassertemperatur und der Salzgehalt in fünf verschiedenen Tiefen ermittelt. Außerdem werden meteorologische Daten wie die Lufttemperatur, die Windstärke und -richtung erfasst. Diese Daten sollen nun in theoretische Modelle eingearbeitet werden, um so zu einer Beschreibung der ablaufenden Prozesse zu kommen. In der AG Physikalische Ozeanographie (Theorie) wurden bereits erste Modelle entwickelt, die angewendet und evaluiert werden sollen.

    Im Rahmen der Diplomarbeit sind zuerst die experimentellen Daten aufzubereiten. Diese Arbeiten finden in der AG Meeresphysik statt. Es schließen sich Arbeiten zur Evaluation und Weiterentwicklung der Modelle an, die in der AG Physikalische Ozeanographie durchgeführt werden. In der Diplomarbeit werden somit Kenntnisse in der Meeresphysik, Verarbeitung großer Datenmengen und in der numerischen Modellierung erworben.

    Voraussetzung für diese Diplomarbeit sind gute Kenntnisse in der Programmiersprache Fortran, nach Möglichkeit auch in Matlab. Erste Erfahrungen mit theoretischen Modellierungen und der Aufbereitung von Daten wären von Vorteil.

    Die Betreuung der Diplomarbeit findet sowohl durch die AG Meeresphysik als auch durch die AG Physikalische Ozeanographie statt.

    Für die Durchführung dieser Untersuchungen stehen WiHi-Mittel zur Verfügung.

    Möglicher Beginn: sofort.

    Kontakt: Dr. Rainer Reuter, Dr. Emil Stanev, Prof. Jörg Wolff.

Zeitreihenanalysen im Wattenmeer

    Die DFG-Forschergruppe BioGeoChemie des Watts untersucht die Einflüsse der Nordsee und des Festlandes auf das Niedersächsische Wattenmeer. In unserem Teilprojekt wurde im September 2002 die Zeitserienstation Wattenmeer im Seegatt von Spiekeroog installiert. Sie ist voll automatisiert und lässt erstmals die lückenlose Messdatenerfassung über mehrere Jahre zu, insbesondere auch während extremer Wetterereignisse, die messtechnisch in der Vergangenheit nicht untersucht werden konnten.

    Wir betreiben auf der Messstationen Sensoren für die Strömung, Temperatur, den Salzgehalt, die Fluoreszenz und die Trübung der Wassersäule sowie meteorologische Parameter.

    Ziel von Diplomarbeiten ist es je nach individueller Neigung,

    • neuartige Sensoren zu entwickeln und auf der Station zu integrieren, die für eine Analyse von Umweltparametern geeignet und (noch!) nicht kommerziell erhältlich sind,
    • die Messdaten mit Methoden der Zeitserienanalyse auszuwerten und zu interpretieren, um so zu einer Charakterisierung, Quantifizierung und Bilanzierung der Ein- und Austräge von Substanzen in das Wattenmeer zu kommen.

    Für die Durchführung dieser Untersuchungen stehen WiHi-Mittel zur Verfügung.

    Möglicher Beginn: sofort.

    Kontakt: Dr. Rainer Reuter.

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Last update 29 June 2004 - Please send comments to wwwadm